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Dschund (<bdi dir="ltr"><bdo dir="rtl" lang="" class="arabic spanAr" style="direction:rtl; unicode-bidi:embed; font-size:120%;">جند</bdo></bdi>) ist das arabische, aus dem Koran abgeleitete und Wort für Armee oder bewaffnete Truppe[1], dessen Herkunft jedoch vermutlich eher iranischer Herkunft sein dürfte.

Geschichte

In der ummayadischen Periode stand Djund für Militärlager mit bewaffneten Einheiten, die schnell mobilisiert werden konnten. Erstmals wurden vom Khalifen Abu Bakr Djungs in Syrien, Jordanien, und Palästina eingerichtet, jedoch wurde der Begriff für die Militäreinheiten im Irak und in Ägypten nicht angewendet. Die Bezahlung der Einheiten erfolgte durch Erlöse aus der Landsteuer und anderen Vergünstigungen. Der Begriff Dschund als Bezeichnung für die syrischen Militärbezirke blieb bis in die mamelukische Periode erhalten, nichtarabische Einheiten unterstanden jedoch noch längere Zeit dem Diwan al-dschund. Eine Wiederbelebung erhielt der Begriff in der Zeit der Eroberung Andalusiens.

Literatur

  • E. Herzfeld: Geschichte der Stadt Samarra, Hamburg, 1949, S. 98f (Wortherkunft)
  • R. Levy: The social structure of Islam, Cambridge, 1957, S. 407-27
  • D. Sourdel: Eintrag Djund in: Encyclopaedia of Islam, New Edition, Band II, Brill:Leiden, 165, S. 601f

Einzelnachweise

  1. vergl. Lanes Lexicon S. 473