FANDOM


As-Safa und Al-Marwa (arabisch <bdi dir="ltr"><bdo dir="rtl" lang="" class="arabic spanAr" style="direction:rtl; unicode-bidi:embed; font-size:120%;">الصفا والمروة‎</bdo></bdi>, aṣ-Ṣafā wa-l-Marwa) sind zwei Hügel in der Nähe der al-Haram-Moschee (Mekka), zwischen denen Muslime als Ritual der islamischen Pilgerfahrt oder besuchsweisen Pilgerfahrt sieben mal hin- und herlaufen. Dieses Ritual wird auf Arabisch saʿy (<bdi dir="ltr"><bdo dir="rtl" lang="" class="arabic spanAr" style="direction:rtl; unicode-bidi:embed; font-size:120%;">سعى</bdo></bdi>) genannt.

As-Safa und Al-Marwah im Koran

In Sure 2 Vers 158 ist hierzu zu lesen: As-Safa und Al-Marwa gehören zu den Kultsymbolen Gottes. Wenn einer die (große) Wallfahrt zum Haus (der Kaʿba) oder die Besuchsfahrt (ʿUmra) vollzieht, ist es für ihn keine Sünde, bei ihnen den Umgang zu machen. Und wenn einer freiwillig ein gutes Werk leistet, so ist Gott dankbar und (über alles) unterrichtet (und enthält ihm seinen Lohn nicht vor)[1]

Geschichte

In der islamischen Tradition erhielt Abraham von Gott den Auftrag, seine Frau Hagar und seinen kleinen Sohn nur mit dem Nötigsten alleine in der Wüste zwischen As-Safa und Al-Marwa zurückzulassen, um seinen Glauben zu prüfen. Als ihnen das Proviant ausging, machte sich Hagar auf die Suche nach Hilfe und Wasser. Damit es einfacher und schneller ging, lies sie ihren Sohn Ismael auf dem Boden zurück.

Zunächst bestieg sie den näher gelegenen Berg, As-Safa, um dort Ausschau zu halten. Als sie dort nichts fand, lief sie zu dem anderen Berg, Al-Marwa und hielt dort Ausschau. Wenn sie auf einem der Berge war, konnte sie Ismael sehen und wusste, dass es ihm gut ging, nicht jedoch wenn sie sich im Tal zwischen den Bergen befand. So lief sie schnell, wenn sie im Tal war und während sie emporkletterte, lief sie in normalem Tempo. So lief sie sieben Mal in der brütenden Hitze hin- und her, bevor sie zu ihrem Sohn zurückkehrte. Als sie ankam, fand sie dass dort, wo ihr schreiendes Kind mit seinem Fuß den Sand wegtrat, eine Quelle entsprang. Diese Quelle ist heute bekannt als Zamzam-Quelle und wurde laut Tradition von Gottes Engeln sowohl als Wasserquelle, als auch als Belohnung für Hagars Geduld hervorgebracht. Aus diesem Grund ist es den muslimischen Pilgern empfohlen, dieses Ritual des siebenmaligen hin- und herlaufens ebenfalls bei der Pilgerfahrt durchzuführen[2][3]

Quellen

  1. Paret, Rudi: Der Koran. Übersetzung von Rudi Paret, Stuttgart : Kohlhammer, 2007, ISBN 978-3-17-019829-6, S.26
  2. Tilman Nagel: Mohammed. Leben und Legende. Oldenbourg, München 2008, ISBN 978-3-486-58534-6, S. 949.
  3. Müller, Anna: Vergleich der Pilgerreisen im Islam mit den Pilgerreisen der katholischen Christen, München : GRIN Verlag GmbH, 2009, ISBN 978-3-640-33141-3, S. 5