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Al-Ḫarīt b. Rašid an-Naǧi (<bdi dir="ltr"><bdo dir="rtl" lang="" class="arabic spanAr" style="direction:rtl; unicode-bidi:embed; font-size:120%;">الخريت بن راشد الناجي</bdo></bdi>) war ein Kämpfer unter Ali ibn Abi Talib und Stammeschef der Banū ʿAbd Al-Bayt b. al-Ḥāriṯ b. Sama b. Luʿay (häufig auch nach ʿAbd Al-Bayts Mutter als Banū Naǧīa bezeichnet), einem zu damaligen Zeiten noch recht neu zum Islam konvertierten, ursprünglich christlichen Stamm. Al-Ḥarīt kämpfte zunächst auf der Seite Alis, stellte sich dann jedoch gegen ihn und verließ mit über 300 Stammesgenossen den Islam.

Ali schickte Ziyād b. Ḫasafa zu ihm und beide trafen in Al-Madāʿin zusammen. Nach kurzer Zeit kam es dann zum Kampf, in dessen Verlauf die Rebellen sich geschlagen geben und nach Al-Ahwāz flüchten mussten. Im weiteren Verlauf liess Ali die Abtrünnigen nochmal angreifen und zwang diese zur Flucht bis zu den Ufern des persischen Golfs. In dieser entscheidenden Schlacht wurde Al-Ḫarīt getötet, seine Gefährten gerieten in Gefangenschaft und nahmen, bis auf wenige Ausnahmen, wieder den Islam an, nachdem viele von ihnen vorher wieder zum Christentum zurückgekehrt waren. Diese Ereignisse haben sich wahrscheinlich in den ersten Monaten des Jahres 658 zugetragen.

Literatur

  • Artikel von Ch. Pellat in: Encyclopaedia of Islam, Band V, Brill: Leiden, 1986